Vor mir liegt „Drunken Lullabies“, ein Album der irisch-amerikanischen Folkpunkband Flogging Molly. Letzten Sommer kam ich in den Genuss, diese Band live zu erleben. Die Erwartungen waren dementsprechend hoch. Ob das Album den grandiosen Live-Leistungen dieser Band entspricht, wird sich zeigen…
Nach mehrmaligem Hören dieses Albums kann ich sagen, dass die „betrunkenen Wiegenlieder“ ganz gut anzuhören sind. Alle Songs sind voller Energie, schönen traditionellen Melodien und sonst selten gehörten Instrumenten, welche mit Punk-Elementen vermischt werden. So findet auch in praktisch jedem Song das Banjo, eine Mandoline, ein Akkordeon, eine Flöte und eine Violine Platz. Das erklärt auch, warum die Band aus sieben Mitgliedern besteht.
Nebst den absolut perfekt und sauber produzierten Studiotracks beinhaltet das Album auch drei Liveaufnahmen. Dies sind: „If I ever leave this World alive“, „Swagger“ und “Death Valley Queen”. Hier zeigt sich, dass die Band auch mal gerne ihre Scherze mit dem Publikum treibt. Am Greenfield-Festival, wo ich sie gesehen habe, haben sie sich sogar verspätet, da ihnen niemand ihr Guinness-Bier besorgt hatte (ob das gut schmeckt, sei mal so dahingestellt).
Doch zurück zu den Livetracks: die sind zwar sehr schön und sauber gespielt, aber die Qualität ist, einfach gesagt, miserabel. Schlecht abgemischt und viele der Mikrofone überschlagen sogar… Schade! Denn sonst ist das Album wirklich gut.
Obwohl sehr melodiös, gehen alle Lieder echt ab und fordern den Zuhörer dazu auf, wild sein Tanzbein zu schwingen. Einzig „The Sun never shines“, der Abschluss des 12-Track-Albums, bildet da eine Ausnahme. Das Lied ist sehr ruhig, überzeugt aber durch absolut authentisches Flair.
Anspieltipps
„Drunken Lullabies“, „What’s left of the Flag“ und “The Kilburn Highroad” sind meine persönlichen Favoriten. Die Songs liegen aber qualitativ alle nahe beieinander, da Flogging Molly einen sehr eigenen und sofort wieder erkennbaren Stil haben. Die Stimme des Sängers Dave King ist einmalig.
Fazit
Es lohnt sich auf jeden Fall, in das Album reinzuhören, auch wenn die Qualität der Liveaufnahmen nicht überzeugt. Alles in allem eine tolle Band mit sehr guten Songs.
Trackliste
01. Drunken Lullabies
02. What's Left of the Flag
03. May the Living Be Dead
04. If I Ever Leave this World Alive (Live)
05. The Kilburn High Road
06. Rebels of the Sacred Heart
07. Swagger (Live)
08. Cruel Mistress
09. Death Valley Queen (Live)
10. Another Bag of Bricks
11. The Rare Ould Times
12. The Son Never Shines (on Closed Doors)
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